Publikationstermin: 3. Juni 2022

Tief unten kommt‘s dicke –
Was läuft da beim Kanalbau?

Dünne Rohre, dicke Rohre – einen großen Unterschied macht das eigentlich nicht. Eigentlich, weil eben nicht ganz, denn den einen oder anderen Unterschied gibt es doch. Der entscheidende Aspekt: Der Durchmesser der zu verlegenden Rohre ist beim Kanalbau ein beträchtlicher. Während für die Versorgungsleitungen Zugänge mit relativ geringem Durchmesser ausreichen (zehn bis fünfzehn Zentimeter), braucht die Entsorgung der Haushaltsabwasser plus Straßenentwässerung ein bisschen mehr Platz. Wie viel mehr insgesamt, ist jeweils abhängig davon, wie viele Haushalte ihr Abwasser durch den Entsorgungskanal schicken. Je mehr Haushalte, desto größer der Kanal. Klar. Die Kanalrohre verlaufen unter der Straße. Der Vorteil dieser Anordnung: Bei einem eventuellen Kanalschaden ist der schnell und ohne große Umstände zu beheben. Damit das zukünftig so bleibt, wird mit der Verschiebung der Verkehrswege die Verlegung der Entsorgungsleitungen erforderlich. Die Rohre des Abwasserkanals allerdings liegen bis zu drei Meter tief. Das hat zur Folge, dass nicht nur tiefer gegraben werden muss, es verändert sich auch die Breite der Baustelle. Für den Straßenverkehr wird es dadurch vorübergehend eng. Und so wird die Fahrbahn während der Kanalbauarbeiten für den Verkehr halbseitig, für Kanalrohre mit großem Durchmesser wie beispielsweise unter der Kirchhuchtinger Landstraße sogar komplett gesperrt.

Mehr zum Thema