Vom Überliegen, Einhüllen und Begleiten –
unser Glossar zum Straßenbahnbau

Was ist eigentlich eine Hüllkurve? Und was bitte bedeutet Überliegeposition? Nun, auch der Straßenbahnbau ist eine Wissenschaft für sich – und wie in jedem Fachgebiet, sprechen die beteiligten Fachmenschen ihre ganz eigene Sprache.

Die wichtigsten Begriffe aus der Welt des Straßenbahnbaus, der Verkehrsplanung und den angrenzenden Gewerken haben wir Ihnen hier zusammengetragen.

 

Bahnanlagen der freien Strecke, an denen Züge von einer Strecke auf eine andere wechseln können

Bahnanlagen der freien Strecke, an denen Züge ein angeschlossenes Gleis z.B. als Rangierfahrt  nutzen können, ohne dass die Strecke für einen anderen Zug freigegeben wird 

Entfernung der unteren Äste im Stammbereich; zur Freihaltung des Bereiches über und an einer Straße (Verkehrsraum + Sicherheitsabstand = Lichtraumprofil)
 

bauliche Anlagen zum Ein- und Aussteigen; an Bahnhöfen, Haltepunkten oder Haltestellen

Die Gesamtheit der Einrichtungen, die innerhalb einer Baustelle für die Errichtung eines Bauwerkes erforderlich sind wie bspw. für Produktion, Lagerung oder Transport.
 

Das aneinander Vorbeifahren zweier Verkehrsmittel an schmaler Stelle des Verkehrsweges in entgegengesetzter (Vorbeifahrt) oder gleicher Richtung (Überholen)
 

Flächenförmiges, horizontales Verbindungselement eines Bauwerkes; schließt dieses nach untenhin ab; als Grundlage für Geschoss, zur Aufnahme von Lasten oder Verhinderung des Eindringens von Grundwasser
 

Verhältnis oder Verknüpfung bestehender Verkehrsströme zu- bzw. miteinander
 

Bauliche Anlagen an Verkehrsflächen oder Schienenwegen, die Wartenden die Möglichkeit des Wetterschutzes bieten (Regen, Schnee etc.).
 

Stützmast für stromführende Oberleitungen; Teil des Tragsystems im Nah- und Fernverkehr; aus Holz, Schleuderbeton, Stahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff 
 

Auch Nutzholzgewinnung, Habitatoptimierung oder Biotopflege; Fällen von Bäumen und Roden kleinerer Gehölze bzw. Sträucher.
 

System des Schienenverkehrs; umfasst gesamten Oberbau: Gleise (Gleisbett, Schwellen, Schienen), Weichen, Kreuzungsweichen sowie Kreuzungen und Brücken
 

Auch (Gleis)Bettung; Bettungsmaterial (Haufwerk), bspw. Schotter, Kies oder Sand bildet die Unterlage eines Gleises; Gleis und Bettung bilden zusammen den sogenannten Oberbau
 

Grün- oder Rasengleis; mit Rasen oder anderer Vegetation gefüllter Schienenzwischenraum.
 

Bahnübergang mit beidseitigen Schranken.
 

Bahnanlagen ohne Weichen, an denen Züge planmäßig halten, starten oder enden dürfen und das Ein- bzw. Aussteigen in eine Bahn ermöglichen

Orte an einer ÖPNV-Linie, an denen Straßenbahnen oder Busse planmäßig halten und das Ein- bzw. Aussteigen ermöglichen

Hüll- oder auch Schleppkurve; der von einem (abbiegenden) Fahrzeug genutzte Freibereich; Fläche, die von einem Fahrzeug überstrichen wird.
 

Verlegen von Kabeln im Erdreich zum Schutz vor Umwelteinflüssen und Beschädigungen; häufig Stromleitungen, Telekommunikationskabel, Glasfaser
 

Klothoide auch Spinnkurve; Übergangsbogen mit linear zunehmendem Krümmungsverlauf (Krümmungsradius umgekehrt proportional zur Länge ihres Bogens) zwischen zwei Abschnitten mit jeweils konstanter, aber unterschiedlicher Krümmung.
 

Maß im Bauwesen; freier vertikaler bzw. horizontaler Raum über einer Fläche bzw. Distanz zwischen Boden und niedrigstem festem Element an der Decke
 

(LSA) auch Lichtzeichenanlage (LZA) oder umgangssprachlich »(Verkehrs-)Ampel«; technische Vorrichtung zur Steuerung des Straßen- und/oder Schienenverkehrs; erstmaliger Einsatz in Bremen (Brill) 1928
 

Eine (zusätzliche) Abstützung (bspw. Pfeiler) zur Verstärkung der Stabilität eines Überführungsbauwerkes (Brücke)
 

Funktional, nachrangig ergänzende, einem primären Nutzungszweck zugeordnete bauliche Anlage (Zugang, Gehweg, Radweg u.Ä.)
 

Schwerkraftentwässerung; frei fließendes Wasser bewegt sich durch hydraulisches Gefälle in eine Entnahmestelle und wird darüber kontrolliert abgeleitet
 

Taschen- oder auch Westentaschen-Park (vest-pocket park); zuvor brach liegende Fläche, die gärtnerisch zum Freiraum im städtischen Kontext gestaltet und öffentlich nutzbar gemacht wird.
 

Auch Dehnungsstöße oder Dilatationsvorrichtung; Konstruktionselement, das einen Längenausgleich der Schiene ermöglicht; vorzugsweise in Dehnungsfugen von Brücken.
 

Von Hauptverkehrs- auf Nebenstraßen sich ungewollt verlagernder Verkehr; hat meist Störung der verkehrsberuhigten Bereiche zur Folge.
 

Unkontrollierter Wildwuchs, umgangssprachlich »Unkraut«; von selbst wachsendes Stadtgrün; kostenlos, meist standortgerecht
 

Abstand (Innenmaß) zwischen den Innenkanten der Schienenköpfe eines Gleises; Regelspurweite nach EBO: 1435 mm (»Normalspur«).
 

Methode des Schotterbaus zur Beseitigung von Unebenheiten und Verschiebungen zur Instandhaltung von Gleisen; erfolgt maschinell durch Nivellier-, Richt- und Stopfmaschinen.
 

Steht an innerstädtischen oder außerörtlichen Straßen, zumeist Laubbaum gleicher Art, gepflanzt in regelmäßigen Abständen ein- oder beidseitig der Straße.
 

Auch Verkehrsbegleitgrün; Sammelbegriff für alle zu einem Verkehrsweg gehörenden Grünflächen sowie Gehölzpflanzungen.
 

Jene Fläche, die ein Überführungsbauwerk (Brücke) überspannt, um eine Querung zu ermöglichen
 

Zum Tiefbau gehörende Arbeit zur Lokalisierung von Versorgungsleitungen (Strom-, Gas-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen) im Untergrund zu Zwecken der Schadenbehebung oder Verlegung.
 

Teilgebiet des Bauwesens; umfasst die Planung und Errichtung von Infrastruktur unterhalb der Erdoberfläche
 

Auch Motorwagen; einzelnes angetriebenes Schienenfahrzeug des Personenverkehrs mit Platz für Fahrgäste
 

Ingenieurbauwerk im Verkehrswegebau; mit seitlichen Stützwänden und geschlossener Sohle, meist als Rampe für Verkehrsweg errichtet (z.B. Tunneleinfahrt oder Unterführung)
 

Auch Umlaufgitter oder -schranke; Barriere zur Verlangsamung von Verkehrsteilnehmer:innen; zwecks Sicherung von Bahnübergängen (ohne Wartezeit).
 

Eine auf einem Parallelgleis stehende Bahn überholende Straßenbahn.
 

Auch Überwerfungs- oder Kreuzungsbauwerk; Brücke.
 

Bahnübergang mit beidseitigen Schranken.
 

Verfahren zur Identifizierung des Baumwurzelsystems; liefert Grundlage für Gutachten und Maßnahmenentwicklung; zur Vermeidung von Schäden und zum Baumerhalt