Brückeneinhub an der B6 – Verbindung schaffen in nur einer Stunde
Am Donnerstagabend wurde das Verbindungsstück der Brücke über die B6 eingehoben. Ein Kran bewegte das Bauteil zwischen die bestehenden Anschlüsse. Vorbereitend waren verschiedene Arbeitsschritte notwendig: Die Bundesstraße musste abgesperrt, die Betonleitwände entfernt und der Mobilkran aufgebaut werden. Um 22:30 Uhr war es dann soweit.



67,5 Tonnen Stahl wurden in die Höhe gehoben. Das Gewicht verteilt sich auf gute 18 Meter Länge und knapp 5 Meter Breite. Hinzukommen – zu einem späteren Zeitpunkt montiert – noch beidseitig Gehwegkonsolen, sodass die Gesamtbreite des Überführungsbauwerkes am Ende rund 8 Meter betragen wird. Weil Bundesstraße und Brücke einander nicht im rechten Winkel kreuzen, ist das einzuhebende Brückenteil an beiden Enden angeschrägt, insgesamt also trapezförmig, was das Einheben zu einem kleinen Kunststück machte.
In den kommenden Wochen werden die Anschlusspunkte zwischen eingehobenem Überbau und Widerlager, also dem festen Endauflager an den Brückenenden, auf denen der Überbau aufgesetzt wurde, hergestellt. Hierzu gehören die Bewehrungseisen (Verbindungsstücke), das Brückenlagen (Auflagepunkte, welche die Lasten übertragen und Bewegung bei Temperaturveränderungen ermöglichen) sowie das Fugenband (Dichtungselement an den Anschlussfugen, um einen Wassereintritt zu vermeiden).
Und dann werden die Rampen geschaffen. Bisher sind beidseitig der B6 lediglich große Sandaufschüttungen zu sehen – doch dabei bleibt es natürlich nicht. Auf einer Länge von knapp 100 Metern werden aus Richtung Bremen kommend im Anschluss an den Bf Erichshof die Gleise für die Linie 8 stetig bergauf verlaufen, um dann Richtung Weyhe-Leeste wieder sanft auf Umgebungshöhe abzufallen. Dazu wird es natürlich mehr als den Sand als Untergrund geben. All das kommt noch. Jetzt aber freuen wir uns erst einmal über den gelungenen Einhub – denn damit steht das Hauptstück des Überführungsbauwerkes.
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