Robbenplate

Mit einem Paukenschlag geht es los: Im Bereich Willakedamm wird nicht nur eine Haltestelle hergerichtet, an der es sich in Zukunft barrierefrei und sehr bequem ein- und aussteigen lässt. Im Zuge der Bauarbeiten wird die gesamte Straße umgestaltet. Es beginnt gleich eingangs mit der Herausforderung der Gleisführung: Dieses wird in einer Neunziggradkurve von der Kirchhuchtinger Landstraße in den Willakedamm geführt, um dann am Ende des Willakedamms an die BTE-Trasse angeschlossen zu werden. Im Straßenbereich wird es für Radfahrende mehr Platz geben, ebenso wie für Fußgänger:innen, wodurch nicht zuletzt die hier angesiedelten Schulen St. Pius und die Grundschule Sodenmatt sowie die Kindertagesstätte St. Pius sicherer erreicht werden können. Eine Verbesserung bedeutet die Umstrukturierung auch für das angrenzende Wohngebiet, denn zukünftig sind es nur wenige Meter bis zum Anschluss in die Gemeinden Stuhr und Weyhe sowie die Bremer Innenstadt.

Kleine Geschichte aus dem Regel-Nähkästchen am Rande: Am Ende des Willakedamms wird aus der Straßenbahn eine Eisenbahn. Denn mit Erreichen der BTE-Trasse verlassen die Linien 1 und 8 den Zuständigkeitsbereich der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab) und unterliegt ab dort der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO). Grund dafür ist ein bürokratischer: Die ab diesem Streckenpunkt genutzte BTE-Trasse ist eine Nebenstrecke einer (nichtbundeseigenen) Eisenbahn und hier gilt, anders als im Bremer Stadtgebiet, statt der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab) die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO). Abgesehen von nicht wirklich spürbaren Auswirkungen für Fahrgäste – für sie ändert sich lediglich das Aussehen der Haltepunkt-Beschilderung –, hat dieser Betriebsordnungswechsel insbesondere für die Fahrer:innen Konsequenzen: Wer auf diesen Gleisen fahren will, benötigt eine entsprechende Zulassung als Triebwagenfahrer:in der Eisenbahn.

Den nächsten Haltepunkt gibt es schon: Wir erreichen Auf den Kahlken.