Gehölzreduzierung

Warum Bäume weichen müssen

Entlang unserer Straßen grünt und blüht es. Zu diesem sogenannten Straßenbegleitgrün gehören sowohl kleine Grünflächen als auch größere Sträucher und Bäume. Um die Verkehrssicherheit jederzeit gewährleisten zu können, werden diese Grünbereiche sorgfältig gepflegt. Bäume und Sträucher werden gestutzt und Rasenflächen gemäht, damit Ampeln gut zu sehen sind, Rad- und Fußwege frei zugänglich bleiben und nichts in den Straßenraum hineinwächst. Soweit das Alltägliche.

Bei großen Veränderungen des Straßenraumes, wie dem Neubau einer Gleisstrecke bzw. der Reaktivierung einer bestehenden Bahntrasse, sind meist größere Eingriffe notwendig. Am Rande der BTE-Trasse ist der Baumbestand dicht und die Zahl großer Bäume hoch. Damit der Raum über der Gleisanlage, das »Lichtraumprofil«, in dem zukünftig die stromführenden Oberleitungen entlangführen, gesichert ist, darf hier kein einziger Ast hineinragen. Viele der Bäume müssen daher entfernt werden. Was die Krone gen Himmel, ist das Wurzelwerk in der Erde: Auch im Erdreich braucht es Platz für die erforderliche Technik (Kabelkanäle o.Ä.).

Die meisten der betroffenen Bäume befinden sich auf öffentlichem Grund. Um die Arbeiten ohne Gefahr und Schäden an benachbarten Bäumen oder auf Privatgrundstücken durchführen zu können, kommt, wo möglich, ein sogenannter Hubsteiger zum Einsatz, eine Arbeitshebebühne, die das stückweise Abtragen des Baumes ermöglicht – und wenig Platz braucht. Umfassende verkehrliche Einschränkungen sollen so vermieden werden.

Grüner Umzug – 
Ausgleichsmaßnahmen rund um die Strecke

Selbstverständlich haben wir für jeden Baum entlang der Strecke die Möglichkeit des Erhalts in Abstimmung mit einem sachverständigen Gutachter ganz genau geprüft. Für jene Bäume, die Platz machen müssen, sind Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. So wird beispielsweise in direkter Nähe des künftigen Haltepunktes »Stuhrbaum« eine 2.100 qm große, bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche aufgeforstet. Weitere kleine und größere Maßnahmen entlang der Strecke sind bereits vorgesehen, Details dazu sind im landschaftspflegerischen Begleitplan notiert. Darüber hinaus wird es eine Nachbilanzierungen für zusätzlich notwendige Baumentnahmen und damit hinzukommende Ausgleiche geben. Neben dem Baum selbst nehmen weitere Faktoren wie etwa die Qualität des Biotops, der gebotene Lebensraum oder die Versiegelung von Flächen Einfluss auf den Umfang der Ausgleichsmaßnahmen. Und weil, wie überall, immerzu auch Unvorhergesehenes passieren kann, werden sich ändernde Gegebenheiten durch Sachverständige im Auge behalten, sodass erforderliche Ausgleichsbilanzierungen projektbegleitend erfolgen können.

Der Frühling kommt – 
Was findet wann wie statt? 

Die Arbeiten, die Mitte Januar im Bereich Studriede begonnen wurden und in den nächsten Wochen an der neun Kilometer langen Strecke in Richtung Weyhe fortgesetzt werden, sollen bis spätestens Ende Februar abgeschlossen sein. Bis dahin werden für rund 150 Bäume alles zusammen etwa 5.000 neue Sträucher, Baumhecken und Jungbäume auf ca. 9.000 qm Ausgleichsflächen gepflanzt werden.

Für die Verkehrssicherung kann es hier und da notwendig sein, kurzzeitig Verkehrsflächen zu sperren –Informationen hierzu, wann und wo das der Fall ist, finden Sie bei uns unter Aktuelles sowie tagesaktuell hier.

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